die hölle auf erden
[nicht fuer kinder geeignet]
gewalttätige zeiten in pemba. am freitag durfte ich mitansehen, wie eine mutter ihr kind methodisch - immer dort hin, wo es weh tut, aber keine dauerhaften schaeden bleiben - windelweich prügelte. zum drüberstreuen gab es am selben nachmittag noch eine kleine messerstecherei zwischen zwei jugendlichen. beide male mit grossem publikum. samstag um ein uhr frueh wurde ich dann durch die haeusliche gewalt in der benachbarten siedlung geweckt. schreie von frauen, die sich anhoeren, als ob sie gerade umgebracht werden - bisweilen ist das auch der fall und wird weiter nicht von der polizei verfolgt -, gehoeren langsam zum alltag.
heute frueh, waehrend wir auf den bus warteten, durften wir dann mitansehen, wie ein bruder seine schwester brutal zusammenschlug und in die huette zurueckzerrte. sie war offensichtlich ohne erlaubnis die nacht ueber fortgeblieben. ich fragte dann schuechtern meine einheimischen kollegen - waehrend sie versuchte, zu uns herueberzukriechen und er an ihren haaren riss -, ob wir nicht doch vielleicht einschreiten sollten. immerhin waere koerperverletzung auch in mosambik ein verbrechen. "keinesfalls!" war die erschreckte antwort und macdonald hat mich sicherheitshalber gleich mal beim arm genommen. der himmel wuerde einstuerzen, wenn man mit den verschissenen afrikanischen traditionen aufraeumen wuerde.
da lobe ich mir schon oesterreich. jeder hat ein schoenes grosses haus, ein auto und die haeusliche gewalt findet hinter dicken mauern statt, so dass man sie nicht sieht.
foto: der sehr interessante lego-baukasten "feuerwehrboot". lego ist eine feine sache, finde ich.

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