Ordem e Progresso
...die brasilianische Losung wird auch in Cabo Delgado immer sichtbarer. Neben drei echten Stadtbussen von MAN, die wir seit ein paar Monaten haben, gibt es seit gestern eine Ambulanz mit allem Drum und Drann: mit roten Lichtern und "ECNALUBMA" vorne drauf (anzunehmenderweise eine amerikanische Spende). Auch im Bereich Ordem tut sich was: seit 2 Wochen gibt es eine zusätzliche Polizeitruppe (neben Militär und Staatspolizeit): die Policia Municipal, deren Aufgabe allein die Gewährung von Sicherheit in den urbanen Zonen ist. Nicht schlecht...
Selbstverständlich möchte auch ich einen Beitrag zum Fortschritt leisten und da es mit meinen Fähigkeiten als Informatiker ja nicht weit her ist, tue ich das auf sprachlichem Gebiet. Begegnet man sich hier auf der Strasse, so sagt man "Salama". Das Gegenüber wird dann freundlich "Salama nhawo" antworten. In mühsamer Kleinarbeit habe ich nun meinen ProfessorInnenkollegInnen auch noch die beiden Swahili-Wienerischen Erweiterungen "Salama Háwara" (für gute Freunde) und "Salama Dépada" (für nicht ganz so gute Freunde) beigebracht. Klappt schon ganz gut. Mir kommen jeden Tag fast die Tränen (nicht nur vor Rührung), wenn ich am Morgen den Vorstand des Englisch-Instituts MacDonald seinen Kollegen Guente von der Tourismus-Fakultät mit "Salama Dépada!" begrüßen höre...
Hier noch ein Foto, das ich gestern überraschend beim Aufräumen meines Mailarchivs gefunden habe. Es stammt vom guten Cezar Rizzi (Lillis Freund) und zeigt mich vor der Skyline von Brasilia. Cazar arbeitete bis vor kurzem hier in Mosambik in Tete als Bewässerungsingenieur & jetzt in der selben Funktion in Maracaibo/Venezuela. Während meines Brasilia-Aufenthalts gewährte er mir netterweise Obdach und öffnete mir die Aufgen für das Wunder der Churascaria (All-U-Can-Eat-Restaurant, in dem man zwischen zig Fleischsorten wählen kann).

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