Horst und die Welt

...der öffentliche Teil meiner Identität.

15 Mai 2007

Office Südliches Afrika

Es wird Zeit, unser Führungspersonal vorzustellen. Das erste Bild zeigt das Personal der Österreichischen Entwicklungshilfe im für das südliche Afrika (Mosambik, Namibia, Südafrika, Zimbabwe) verantwortlichen Büro in Harare, Zimbabwe. Von links nach rechts: Joyce (Finanzen), Bridget (Programmverantwortliche für Zimbabwe) und Susan (Administration). Insbesondere Susan ist immer im Dienst und löst prompt jedes Problem. Das zweite Bild zeigt Hannes Atzinger, unseren VOS-Leiter (VOS = Vor-Ort-Struktur). Er ist m.W. schon ewig in Afrika und hier auch eng mit dem Lichtensteinischen Entwicklungsdienst verbunden (nicht nur, weil er Tiroler ist).

Das dritte Bild zeigt - so sagen Spötter - die Zukunft des sog. Personaleinsatzes in der Entwicklungshilfe. Die Zukunft gehöre einzig und allein dem sog. Direct-Budget-Support. D.h. man gibt einem Staat Geld direkt für ein bestimmtes Ministerium/Budget oder eine bestimmte Massnahme (z.B. Schulen bauen). Danach lässt man die Locals machen und nach ein paar Jahren schickt man KPMG und Konsorten zum Audit (Prüfung). So werden heute schon ca. 90% der Entwicklungshilfe umgesetzt. Personaleinsatz (v.a. Techniker und Mediziner) machen heute nur noch 10% (in Österreich ca. 1%) der Entwicklungshilfeausgaben aus.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Zukunft wirklich so sein wird. Natürlich ist der DBS eine einfache, saubere Methode, die zudem den modernen Finanzverwaltungsstrukturen in aller Welt entspricht. Er füllt aber auch die Taschen der "korrupten" (bzw., wie man als Soziologe sagen würde, in ihrer clanorientierten Sozialisierung gefangenen) Machtbesitzer und -ausüber. Jährliche Audits ändern daran auch nicht allzu viel. Vamos ver, wie der Mosambikaner sagt...